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Ein Film von
Die beiden wichtigsten Menschen im Leben des angehenden Filmemachers Tobias Hansen
(Florian Lukas) sind seine Freundin Ellen (Heike Makatsch), mit der er in Berlin
zusammenwohnt, und sein Bruder Markus (Jürgen Vogel), der in Hamburg lebt und Sänger
einer Band ist. Seit Tobias und Ellen Markus vor etwas über einem Jahr besucht haben,
stimmt etwas nicht mehr in ihrer Beziehung. Tobias hat sich nie getraut zu fragen, aber er
hat den Verdacht, damals könnte etwas zwischen Ellen und Markus gelaufen sein. Nun will
er die Wahrheit herausfinden. Mit einem Kamerateam begleitet er seinen Bruder und dessen
HANSEN BAND auf Konzerttournee – Ellen bittet er mitzukommen. Was ursprünglich als
Dokumentation über die Musik geplant ist, entwickelt sich bald zu einem Film ganz anderer
Art: Es geht um Liebe, Vertrauen und Verrat. Um Ellen, Markus und Tobias. Und um die
Frage: Wie gut kennt man die Menschen, die einem am nächsten stehen? Lars Kraume mit Florian Lukas, Jürgen Vogel und Heike Makatsch eine Film1 Produktion in Koproduktion mit dem ZDF „Das kleine Fernsehspiel“ und in Zusammenarbeit mit Schwarzweissfilm gefördert von Nordmedia und der Filmförderung Hamburg Die Geschichte | Interview mit Lars Kraume Statement der Hansen Band | Protagonisten | Stimmen zum Film KEINE LIEDER ÜBER LIEBE ist ein Film, dessen Entstehungsgeschichte wohl ebenso einzigartig ist; wie der Film selbst: Regisseur Lars Kraume hat drei der interessantesten deutschen Schauspieler – Heike Makatsch, Jürgen Vogel und Florian Lukas – auf eine Reise durch die norddeutsche Provinz geschickt. Drei Wochen lang waren sie mit der HANSEN BAND auf Tour, die eigens für den Film gegründet wurde und nun real existiert: Sänger ist Jürgen Vogel, die Musiker, darunter Thees Uhlmann von TOMTE und Marcus Wiebusch von KETTCAR, sind ein Traumcast der deutschen Independentszene. Die Ausgangssituation war vorgegeben – eine Frau steht zwischen zwei Brüdern – der Fortgang der Handlung entwickelte sich beim Drehen. Entstanden ist ein Film, der die Grenzen von Fiktion und Realität sprengt – ein authentischer Liebesfilm mit großartiger Musik – und alles, wirklich alles live gespielt. KEINE LIEDER ÜBER LIEBE wurde erstmals im Panorama der Berlinale 2005 gezeigt und startet ab dem 27.10.05 bundesweit in den deutschen Kinos im Verleih von Film1 (Vertrieb: Alamode Film). Die CD der HANSEN BAND „Keine Lieder über Liebe“ erscheint am 24. Oktober 2005 bei Grand Hotel van Cleef im Vertrieb von Universal Music. Heike Makatschs Buch zum Film „Keine Liebe über Liebe – Ellens Tagebuch“ erscheint bei KiWi und ist ab Oktober 2005 im Buchhandel erhältlich.
Der angehende Filmemacher TOBIAS HANSEN (Florian Lukas) ist seit etwas mehr als einem Jahr mit seiner Freundin ELLEN (Heike Makatsch) zusammen, die beiden leben in Berlin. Kurz nachdem sie ein Paar wurden, hatte Tobias sie dem wichtigsten Menschen in seinem Leben vorgestellt, seinem älteren Bruder MARKUS (Jürgen Vogel), der in Hamburg wohnt und Sänger der HANSEN BAND ist. Seither ist etwas anders. Irgendetwas war an diesem Abend passiert, das Tobias und Markus auseinandergebracht hatte. Tobias hat den Verdacht, dass in dieser Nacht, in der er früher zu Bett gegangen war als die beiden anderen, etwas zwischen Ellen und Markus gelaufen sein könnte. Gefragt hat er nie - aus Angst, etwas zu erfahren, das er vielleicht lieber nicht wissen wollte. Als er eines Tages zufällig ein HANSEN BAND - Plakat sieht, beschließt er kurzerhand, eine Dokumentation über seinen Bruder zu drehen – auf diese Weise würden sie sich endlich wieder näherkommen. Ellen bittet er mitzukommen. Markus ist anfangs von der Idee nicht begeistert, aber Tobias lässt nicht locker, und so macht sich die Band schließlich tatsächlich in Begleitung eines Kamerateams auf den Weg. Das erste Konzert findet in einem kleinen Club in Hannover statt. Tobias lernt dort ein Mädchen kennen und verbringt die Nacht mit ihr. Am nächsten Abend, in Wilhelmshaven, stößt Ellen zur Band. Da keiner der Musiker den Mut hat, ihr ins Gesicht zu sagen, dass Frauen auf Tour eigentlich nicht erwünscht sind, bleibt sie nach dem Konzert über Nacht und fährt die nächsten Stationen mit durch die norddeutsche Provinz. Lange Fahrten im Bus, Herumsitzen in verrauchten Backstage-Zimmern, Übernachten in engen Betten: Rock’n’Roll hatten sich Ellen und Tobias anders vorgestellt. Während sie den Alltag einer Tour erleben und eine Welt kennenlernen, die ihnen bislang verschlossen war, treten die Probleme ihrer Beziehung immer deutlicher zutage. Was nicht gewesen sein darf, schwelt gefährlich nah unter der Oberfläche, die Gespräche kreisen um Themen wie Liebe, Verrat, Männer und Frauen: ich, du und er. Mit wachsender Eifersucht beobachtet Tobias jedes Aufeinandertreffen von Ellen und seinem Bruder, und bald schon verschiebt sich der Fokus seiner Dokumentation: Nicht mehr Markus allein steht im Mittelpunkt - immer mehr geraten auch Ellen und er selbst ins Blickfeld der Kamera. Vor der Kulisse der HANSENTour macht Tobias schließlich einen ganz anderen Film als geplant, einen Film über die Frage: Wie gut kennt man die Menschen, die einem am nächsten stehen?
„Keine Lieder über Liebe“ ist ein sehr ungewöhnlicher Film: die Schauspieler arbeiteten ohne Drehbuch; es wurde eine Band gegründet, die wirklich auf Tour ging und vor ganz normalem Konzertpublikum spielte; die Handlung entwickelte sich erst beim Drehen - wie bist du auf die Idee zu diesem Projekt gekommen? Es gab zwei Grundideen - die eine war das Thema, die zentrale Frage des Films: Wie gut kennt man die Menschen, mit denen man sein Leben verbringt? Der andere war, dass Jürgen Vogel gerne mal einen Musiker spielen wollte und mich fragte, ob wir nicht zusammen einen Film über einen Musiker machen wollten. Ich sagte, dass ich das nicht schreiben könnte, ich war nie in einer Band, da würden nur Klischees rauskommen. Das einzige, was ich mir vorstellen konnte: Jürgen wird wirklich Musiker für den Film. Diese beiden Ideen zusammen - Jürgen als Musiker, ein Film über Geheimnisse in Beziehungen - ergaben das Projekt „Keine Lieder über Liebe“. Wie ging es weiter? Wir haben uns dann um den Musiker Markus Hansen herum eine Geschichte ausgedacht. Dass er einen Bruder hat, dass eine Frau zwischen ihnen steht, dass sein Bruder einen Dokumentarfilm über ihn macht und so weiter. Dann habe ich die anderen Schauspieler besetzt, Florian Lukas und Heike Makatsch, und mit allen Dreien ihre Rolle entwickelt. Da waren die Schauspieler ganz maßgeblich mit beteiligt. Und dann habe ich über diese Figuren ein Drehbuch geschrieben. Also gab es doch ein Drehbuch? Ja, ganz klassisch, mit Dialogen und allem drum und dran. Aber ich habe es niemandem gegeben. Das war nur für den Notfall. Falls alles schief läuft. Damit ich dann einen roten Faden hätte. Und, hast du mal reinschauen müssen? Ich habe es nie angerührt. Wir haben jeden Tag chronologisch gedreht, fast rund um die Uhr, und die Schauspieler haben vier Wochen eigentlich durchgehend improvisiert. Sie haben mit mir besprochen, wie ihre Figur sich nun weiter verhalten würde. So wusste ich immer, was sie denken und fühlen und wo es interessant werden könnte – die Schauspieler untereinander wussten es aber nicht, sie mussten spontan aufeinander reagieren, wie im echten Leben ja auch. Hat sich die Geschichte beim Drehen weit davon entfernt, was du in deiner Vorlage geschrieben hattest? Die äußere Handlung ist genau gleich. Aber was die Figuren angeht, wie kompliziert so eine Dreiecksgeschichte dann letztlich ist, wie viele Missverständnisse es in Gesprächen gibt, wie viele Widersprüchlichkeiten in den Charakteren – das ist viel genauer und wahrer geworden als jedes Drehbuch, das ich hätte schreiben können. Auch in meinem Drehbuch verlässt Ellen in Hannoversch- Münden die Tour und fährt zurück nach Berlin, aber sie tut es aus einer viel geradlinigeren psychologischen Motivation heraus - wie es im Leben halt eben nicht ist. Hattest du ein Happy End vorgesehen? Nee, ich hatte ein offenes Ende vorgesehen. Warst du dann selbst überrascht davon, wie dein Film jetzt endet? Ich war schockiert, als wir den Schluss gedreht haben. Das war auch die einzige Szene, bei der ich die Schauspieler darum gebeten habe, sie zu wiederholen, und zwar anders. Und? Die Szene ist beim zweiten Mal genauso hart geworden. Die waren nicht bereit, sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Der Film hat sich beim Drehen selbst geschrieben, er hat seine eigenen Wahrheiten, seine eigene innere Logik entwickelt, da kam ich als Regisseur nicht gegen an, und das ist ja auch das Spannende. Inwieweit war das Ganze denn überhaupt steuerbar? Die äußeren Bedingungen waren natürlich durch die Situation der Konzert-Tournee, die ja real stattfand, immer vorgegeben, also Städte, Clubs, Fahrten im Tourbus. Und ich habe Nebenrollen mit Schauspielern besetzt, was die Hauptdarsteller aber nicht wussten. Es gibt zum Beispiel eine Szene, da treffen sie einen alten Seemann in einer Kneipe, der von seinem traurigen Leben erzählt, von seiner großen Liebe und wie sie ihm verloren ging. Heike, Florian und Jürgen dachten, der wäre echt. In dieser Szene reagieren alle sehr emotional. Heike Makatsch verlässt weinend den Raum. Das sind also echte Reaktionen? Das sind echte Reaktionen, aber natürlich sind das auch immer Reaktionen der Figuren, die Heike, Florian und Jürgen spielen, das darf man nicht vergessen. Heike weint als Ellen. Als Ellen reagiert sie auf das Leben um sie herum, von dem sie annimmt, dass es echt ist, was es aber nicht immer ist. Ihr habt fast rund um die Uhr gedreht, sagst du – wie viel Material hattet ihr am Ende? 150 Stunden. Und nichts davon doppelt. 150 Stunden durchgehendes, unikates Material. Die Cutterin Barbara Gies und ich waren sieben Monate im Schneideraum, der fertige Film ist jetzt 100 Minuten lang. Was an dieser Arbeit hat für dich als Regisseur den größten Reiz ausgemacht? Normalerweise beinhaltet Filmemachen immer eine Hierarchie, der Regisseur sagt an, was zu tun ist. Hier ging es darum, die Autorität abzugeben, dem Film ein Eigenleben zu geben und den Schauspielern Eigenverantwortung und, innerhalb des festgesteckten Rahmens, so viel Handlungsfreiheit wie möglich. Ich war da eher wie ein Therapeut, zu dem die Schauspieler gehen konnten, wenn sie unglücklich waren. Und dadurch, dass ich das für alle drei war, hatte ich einen Wissens-Vorsprung. Ich wusste, wann der Punkt erreicht war, dass Tobias keine Lust mehr hatte, mit Ellen zu reisen. Und ich wusste auch, dass Ellen aber noch nicht abfahren wollte, weil sie noch keine Gelegenheit gehabt hatte, mit Markus zu reden. Ich wusste also, wann es wo eine spannende Szene geben würde und dass ich da besser Kameras dabei haben sollte – wie sie dann aber genau ablaufen würde, das hatte ich nicht in der Hand. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Hamburger Plattenlabel Grand Hotel Van Cleef? Die machen Musik, die Jürgen und ich auch privat hören. Tomte, Kettcar, das sind einfach die tollsten Bands. Und dann haben wir die gefragt, und die hatten Lust auf das Projekt. Haben die Musiker die Songs mit Jürgen Vogel zusammen geschrieben? Er war an der Entwicklung beteiligt, geschrieben haben sie die Musiker. Wir haben das Thema des Films vorgegeben und die Biographie von Markus Hansen. Und dann haben wir den Musikern gesagt, so, das ist der Singer/Songwriter der HANSEN BAND, aus dessen Geist müsst ihr zehn Songs schreiben, die um die Themen Liebe, Verrat, Vertrauen, Geheimnisse kreisen. So sind dann Stücke wie „Keine Lieder über Liebe“ oder „Baby Melancholie“ entstanden. Und das ging gleich gut – Jürgen Vogel und die Band? Die haben sich schon erstmal beschnuppern müssen – da prallen ja Welten aufeinander, aber sie haben sich gut zusammengerauft. Es gibt diese lustige Geschichte, dass Jürgen am Anfang immer bei den rockigeren Stücken springen wollte und auf der Bühne rumgehüpft ist, und Thees Uhlmann dann irgendwann zu ihm sagte, wenn du noch einmal springst, trete ich dir von hinten in die Beine. So hat er die hohe Kunst der Hamburger Schule gelernt. Hast du vor, in Zukunft öfter so frei zu arbeiten wie in „Keine Lieder über Liebe“? Ja, absolut. Ich habe das Gefühl, wahnsinnig dafür belohnt worden zu sein, dass ich den Leuten so viel Freiraum gegeben habe. Für mich ist das mein bester und wichtigster Film bisher, und ich will unbedingt versuchen, da für weitere Projekte viel von mitzunehmen, auch an Arbeitsvorgängen. Ich glaube, es lohnt sich, Schauspielern den Raum zu geben, ihre Figuren mit zu entwickeln und Geschichten zu erzählen, die versuchen, der Komplexität des Lebens zumindest ansatzweise nahe zukommen.
Zelluloid ist nun wirklich das, was die Anderen machen. Das andere ist in 90% der Fälle dämlich, nicht von unserer Welt, und der ganze Rattenschwanz den man im besten Falle verlacht und im schlechtesten Falle hasst! Wie selten, wenn denn überhaupt, kommt man aus dem Kino und sagt: “Guuuuter Film!“ Und plötzlich alle mittendrin. An einem Tag im Spätsommer 2003: Plötzlich kam ein Anruf von einer Produktionsfirma. Jürgen Vogel plant einen Musikfilm. Im Zuge der Vorbereitungen hat er sich 26 CDs durchgehört - und zwei fand er gut. kettcar und Tomte. Ob man sich mal beschnüffeln könne, und ob man das Projekt vorstellen dürfe. Das Wort ambitioniert ist zum Glück nicht gefallen. Der Rest ist einfach eine schöne Geschichte! Man mochte sich und bemerkte, dass man die gleiche Sprache spricht. Daraus wurde der Film „Keine Lieder über Liebe“ und die Hansen Band, die für diesen Film 10 Songs komponierte. Im Team bestehend aus Thees Uhlmann, Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff, Max Schröder und Felix Gebhardt. Natürlich gab es großartige Geschichten. Die komplette Durchfallattacke von Jürgen Vogel vor seinem aller ersten Konzert in Hannover vor Aufregung. Der Satz, gesagt im Proberaum: „Wenn du, Jürgen, hier noch mal so rumspringst, trete ich dir von hinten in die Knie. Wir sind hier nicht bei den Guano Apes!“ Und noch 53 andere mehr! Also Musik. Da kennen wir uns aus. Und es ist gut zum ersten mal Musik zu machen mit Leuten, die man schon fast seit Jahrzehnten kennt und die man menschlich wie künstlerisch schätzt. Und Mittendrin halt Jürgen Vogel. Talentiert, instinktsicher und mit einer großen Liebe zur Musik, die wir Musiker uns erhofft hatten. Einen Aura des Unprätentiösen umgibt das alles. Auch wenn natürlich Vogelmann, wie wir ihn nennen, ein sehr, sehr beschriebenes Blatt für uns war, war sein Stardom schon nach 5 Minuten im Proberaum kein Thema mehr. Zu normal ist er, sind wir; und das im beste Sinne. Die Musik liegt natürlich irgendwo zwischen dem, was wir schon seit Jahren mit unseren Bands machen, wie sollte es auch anders sein. Schlecht ist das nicht! Immer auf der Suche nach DEM SONG, der alles erklärt. Als Musik, als Text. Als ob ein Kind einen Wackerstein versucht zu schieben, im Glauben es irgendwann zu schaffen. Vision und Alltag prügeln sich um die Oberhand!
Tobias Hansen lebt als angehender Filmemacher in Berlin. Er ist jemand, der sich Fragen stellt, jemand, der auf der Suche ist. Ein Idealist, der an die große Liebe glaubt und an den nüchternen Gegebenheiten der Realität oft verzweifelt. Florian Lukas, geboren 1973, wurde 1999 als Bester Nachwuchsdarsteller für „Absolute Giganten“ und Sönke Wortmanns „St. Pauli Nacht“ mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Ein Jahr später gewann er für seine Darstellung in „Absolute Giganten“ noch den New Faces Award und erhielt beim internationalen Filmfest Sochi, Russland, den Best Actor Award. Auch 2001 bekam er einen Best Actor Award beim Internationalen Filmfest Ourense, Spanien, diesmal für „Zoom“. Als Nachrichtensprecher im mehrfach ausgezeichneten Kinofilm „Good bye, Lenin!“ wurde Florian Lukas mit dem deutschen Filmpreis 2003 als bester Nebendarsteller geehrt und erhielt einen der „Bambi 2003“. Auch für den viel beachteten Kinofilm „Kammerflimmern“ stand er vor der Kamera. Florian Lukas ist bereits in vielen außergewöhnlichen und preisgekrönten Produktionen zu sehen gewesen. 2004 stand er zudem unter der Regie von Ulrich Mühe in „Der Auftrag“ auf der Theaterbühne. FILMOGRAFIE (Auswahl) 2004 ONE DAY IN EUROPE (Kino, R: Hannes Stöhr) DIE LETZTE SCHLACHT (TV, R: Hans-Christoph Blumenberg) DER AUFTRAG (Theater, R: Ulrich Mühe) 2003 KAMMERFLIMMERN (Kino, R: Hendrik Hölzemann) 2002 BEFREITE ZONE (Kino, R: Norbert Baumgarten) LIEGEN LERNEN (Kino, R: Hendrik Handloegten) DER AUFSTAND (TV, R: Hans-Christoph Blumenberg) NACHTSCHICHT – AMOK (TV, R: Lars Becker) 2001 PLANET DER KANNIBALEN (Kino, R: Hans-Christoph Blumenberg) GOOD BYE, LENIN! (Kino, R: Wolfgang Becker) 2000 ZOOM (Kino, R: Otto Alexander Jahrreiss) WAMBO (TV, R: Jo Baier) 1999 FREIHEIT FOR MY BROTHER (TV, R: Manfred Stelzer) 1998 ABSOLUTE GIGANTEN (Kino, R: Sebastian Schipper) DER EISBÄR (Kino, R: Til Schweiger) ST. PAULI NACHT (Kino, R: Sönke Wortmann) 1997 DAZLAK (Kino, R: Helke Sander) DUNCKEL (TV, R: Lars Kraume) 1996 HÄRTETEST (Kino, R: Janek Rieke) 1994 EX (Kino, R: Mark Schlichter) 1993 DER KLEINE UND DER ALTE MANN (TV, R: Peter Welz) 1990 BANALE TAGE (Kino, R: Peter Welz) JÜRGEN VOGEL als Markus Hansen MARKUS ist Tobias´ älterer Bruder und Sänger der HANSEN BAND. Er ist extrovertiert, direkt und was Frauen angeht, Pragmatiker. Man muss nicht verliebt sein, um Sex zu haben, sagt er sich, und dass Gefühle ja ohnehin meist vorüber gehen. Dass sich hinter seiner rauen Fassade jedoch große Sehnsucht und Sensibilität verbirgt, zeigt sich in seiner Musik. Jürgen Vogel, geboren 1968, gewann bereits für seine Rollen in „Rosamunde“ und „Kleine Haie“ den Bayerischen Filmpreis. Den ersten Grimme Preis erhielt er für seine Darstellung in „Schicksalsspiel“. 1997 bekam er für „Das Leben ist eine Baustelle“ das Filmband als Bester Hauptdarsteller. Der Kinofilm „Emil und die Detektive“ wurde mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Für seine Rolle in „Das Phantom“ gewann Jürgen Vogel 2001 den Adolf Grimme Preis. Gemeinsam mit Heike Makatsch spielte er bereits in „Nackt“ unter der Regie von Doris Dörrie. Weitere außergewöhnliche Filme mit dem Charakterschauspieler Jürgen Vogel sind „Scherbentanz“, „Mein Name ist Bach“, „Rosenstrasse“, „Der Freund meiner Mutter“ und „Der freie Wille“. FILMOGRAFIE (Auswahl) 2005 EMMAS GLÜCK (Kino, R: Sven Tadikken) MUTTERGLÜCK (TV; R: Christian Görlitz) 2004 DER FREIE WILLE (Kino, R: Matthias Glasner) EIN FREUND VON MIR (Kino, R: Sebastian Schipper) 2003 DIE KIRSCHENKÖNIGIN (Mini Serie, R: Rainer Kaufmann) AUSSER KONTROLLE (TV, R: Christian Görlitz) 2002 MEIN NAME IST BACH (Kino, R: Dominique de Rivaz) DIE GEISEL (TV, R: Christian Görlitz) ROSENSTRASSE (Kino, R: Margarethe von Trotta) 2001 SCHERBENTANZ (TV, R: Chris Kraus) NACKT (Kino, R: Doris Dörrie) 2000 EMIL UND DIE DETEKTIVE (Kino, R: Franziska Buch) SASS (Kino, R: Carlo Rola) 1999 DAS PHANTOM (TV, R: Dennis Gansel) 1998 MANILA (Kino, R: Romuald Kamarka) 1996 SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE (Kino, R: Bille August) DIE APOTHEKERIN (Kino, R: Rainer Kaufmann) 1995 STILLE NACHT (Kino, R: Dani Levy) SEXY SADIE (Kino, R: Matthias Glasner) DAS LEBEN IST EINE BAUSTELLE (Kino, R: Wolfgang Becker) 1994 DIE MEDIOCREN (Kino, R: Matthias Glasner) 1993 SCHICKSALSSPIEL (TV, R: Bernd Schadewald) 1992 UND DANN EBEN MIT GEWALT (TV, R: Rainer Kaufmann) 1991 KLEINE HAIE (Kino, R: Sönke Wortmann) 1988 ROSAMUNDE (Kino, R: Egon Günther) HEIKE MAKATSCH als als Ellen Tobias’ Freundin ELLEN ist eine desillusionierte Romantikerin. Sie ist hin- und her gerissen zwischen der schmerzhaften Überzeugung, dass Beziehungen in der heutigen Zeit nicht mehr „für immer“ sind und der riesigen Hoffnung, dass es anders sein möge. Heike Makatsch, geboren 1971, zunächst Moderatorin bei VIVA, erhielt bereits 1996 für ihre Rolle in „Männerpension“ den Bayerischen Filmpreis und den Bambi. Mit ihrer Hauptrolle in „Obsession“ war sie für den Deutschen Filmpreis 1998 nominiert. Sie spielte u.a. in dem Eröffnungsfilm der Berlinale 1999 „Aimée und Jaguar“ sowie in „Gripsholm“. 2001 wurde sie von der European Film Promotion zum Shooting Star 2001 gewählt. Für ihre Darstellung in „Die Affäre Semmeling“ bekam sie 2002 die Goldene Kamera. Weitere Filme mit Heike Makatsch sind beispielsweise „Nackt“, „Anatomie 2“ und „Tatsächlich Liebe“. Sie erhielt neben allen anderen Beteiligten der Produktion "Das Wunder von Lengede" einen weiteren Bambi, den Grimme Preis, die Goldene Kamera und den Bayerischen Filmpreis. Darüber hinaus schreibt Heike Makatsch journalistische Beiträge, synchronisierte TERK in „Tarzan“ (1999) und hat das Hörbuch „Mary Poppins“ (2001) und zuletzt „Gebrauchsanweisung für London“ (2004) aufgenommen. FILMOGRAFIE (Auswahl) 2005 HUI BUH – DAS SCHLOSSGESPENST (Kino, R: Sebastian Niemann) 2004 ALMOST HEAVEN (Kino, R: Ed Herzog) 2003 DAS WUNDER VON LENGEDE (TV, R: Kaspar Heidelbach) 2002 TATSÄCHLICH LIEBE (Kino, R: Richard Curtis) A SOUND OF THUNDER (Kino, R: Peter Hyams) ANATOMIE II (Kino, R: Stefan Ruzowitzky) 2001 NACKT (Kino, R: Doris Dörrie) RESIDENT EVIL (Kino, R: Paul Anderson) 2000/2001 DIE AFFÄRE SEMMELING (TV, R: Dieter Wedel) 2000 LATE NIGHT SHOPPING (Kino, R: Saul Metzstein) 1999 THE ANNOUNCEMENT (Kino, R: Troy Miller) GRIPSHOLM (Kino, R: Xavier Koller) 1999 MUSEUM OF MEMORIES (TV (GB), R: John Mabury) LONGITUDE (TV (GB), R: Charles Sturride) DAS GELBE VOM EI (TV, R: Lars Becker) 1998 DIE HÄUPTER MEINER LIEBEN (Kino, R: Hans-Günther Bücking) 1997/1998 LIEBE DEINE NÄCHSTE (Kino, R: Detlev Buck) 1997 BIN ICH SCHÖN? (Kino, R: Doris Dörrie) AIMÉE UND JAGUAR (Kino, R: Max Färberböck) 1996 OBSESSION (Kino, R: Peter Sehr) 1995 MÄNNERPENSION (Kino, R: Detlev Buck) LARS KRAUME, Buch & Regie Lars Kraume, geboren am 24.2.1973 in Chieri, Italien und aufgewachsen in Frankfurt am Main, lernte als Assistent bei verschiedenen Werbe- und Porträt-Fotografen. 1992 drehte er mit „3:21 Uhr“ seinen ersten Kurzfilm und begann 1994 eine Ausbildung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin, wo er u.a. den Kurzfilm „Life is too short to dance with ugly woman“ (1997) drehte, der beim Internationalen Filmfestival in Turin den Preis für den besten Kurzfilm erhielt. Bereits ein Jahr zuvor hatte er als Regie-Assistent von Matthias Glasner bei „Sexy Sadie“ (1996) mitgewirkt. Ein Jahr später drehte er mit dem Krimi „Dunckel“ (1998) seinen Abschlussfilm an der DFFB, der großes Lob und Anklang beim Publikum fand. Für „Dunckel“ erhielt Kraume 1998 den Studio Hamburg Nachwuchs Preis und in 2000 den Adolf Grimme Preis für Regie, das Buch war für den Preis ebenfalls nominiert. Im Anschluss an diesen Erfolg drehte er den Psycho-Thriller „Der Mörder meiner Mutter“ (1999), 2000 folgte die Komödie „Viktor Vogel-Commercial Man“ mit Alexander Scheer. 2002 drehte er die Doku-Fiction „Kismet – Würfel Dein Leben“. FILMOGRAFIE (Auswahl) 2004 KEINE LIEDER ÜBER LIEBE (Spielfilm, 35 mm, Farbe, 98 min.) TATORT FRANKFURT – WO IST MAX GRAVERT? (TV-Spielfilm) 2003 TATORT MÜNSTER – SAG NICHTS (TV-Spielfilm) 2002 KISMET – WÜRFEL DEIN LEBEN! (Doku-Fiction, DV + Super 8, Farbe, 78 min.) 2001 VIKTOR VOGEL – COMMERCIAL MAN (Spielfilm, 35 mm, Farbe, 108 min.) 1999 DER MÖRDER MEINER MUTTER (TV-Spielfilm) 1998 DUNCKEL (TV-Spielfilm, 35 mm, Farbe, 95 min.) 1997 LIFE IS TOO SHORT TO DANCE WITH UGLY WOMAN (Kurzfilm, 35 mm, Farbe, 8 min. 30 sek.) KING OF ELEPHANTS (Kurzfilm, Super 16 mm, Farbe, 20 min.) 1996 ZAHLTAG (Kurzfilm, 16 mm, s/w; 16 min.) 1995 BERNIE (Kurzfilm, 16 mm, s/w, 12 min.) LITTLE JOE & PRETTY JUDY (Kurzfilm, Beta 1 min. 30 sek.) 1992 3:21 UHR (Kurzfilm, 16 mm, s/w, 15 min.)
“... eine alte Geschichte in einer sehenswerten neuen Erzählvariante, (...) voller Schmerz und Komik. (...) Ein Berlinale-Highlight.” (Tagesspiegel) “… ein Stück Filmkunst, brüchig und wuchtig, sensibel und rockig, …” (Berliner Zeitung) “Ein willkommener Erweckungsschock, (...) Es ist nicht alles schön, was dabei zu Tage kommt, aber es ist eben echt. (...) Man hat das Gefühl, dass dieser Film einmal nicht vor der Wahrheit gegenwärtiger Beziehungshöllen zurückschreckt.” (Süddeutsche Zeitung / Tobias Kniebe) “Ein sehenswerter Film, ein hörenswertes Popalbum“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung / Christoph Ehrhardt) “Ein Schauspielerfilm par excellence – wo alle zeigen können, was sie wirklich drauf haben. (...) Dieser Film ist anders, und er ist preisverdächtig (...) Geht schwer ans Herz.” (Radio Eins - online) “[Keine Lieder über Liebe] gehörte zu jenem jungen, frechen, dreckigen deutschen Kino, das auch in diesem Jahr wieder abseits des Wettbewerbs zu entdecken war (...) Der Film [trifft] wunderbar die Stimmung einer Band auf Tournee” (taz) “Vogel, Lukas und Makatsch verwachsen förmlich mit ihren Rollen (...) und erzeugen so eine Realitätsnähe, wie man sie selten findet (...) Keine Lieder über Liebe ist ein weiterer Beweis für den neuen Geist im deutschen Kino, der auch vor ungewohnten Erzählformen nicht halt macht.“ (Programmkino.de / Michael Meyns) „So viel Authentizität ist selten (...) Vogel singt beeindruckend, die Songs sind schön und mitreißend, die Band klingt famos. (...) vorweg ging eine der stimmigsten, weil glaubwürdigsten Imagekampagnen, auf die jemals ein deutscher Film zurückblicken konnte. (...) Herrlich wenn sich Kunst derart sinnvoll gegenseitig befruchtet.“ (Hamburger Morgenpost) |
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